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Tunesien – Kultur-Wander-Reise – Berberburgen, römische Ruinen und Wanderdünen

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Tunesien - ist bekannt für seine feinen Sandstrände, das mediterrane Klima, sein reiches kulturelles Erbe und die große Gastfreundschaft seiner Bevölkerung. Als kleinster Staat des Maghreb – und dennoch etwa viermal so groß wie die Schweiz – vereint das Land in beeindruckender Weise abendländische und islamische Kultur und gilt als wahrer Schmelztiegel afrikanischer und europäischer Einflüsse.

Den Spuren dieser bewegten und bedeutenden Vergangenheit begegnet man auf einer facettenreichen Entdeckungsreise durch Tunesien auf „Schritt und Tritt“.

Fotografen finden hier im klaren Licht der Wintersonne Landschaftsmotive von hohem ästhetischem Reiz. Sowie ausgesprochen reizvolle Wandergebiete, die besonders im „kühlen“ Frühjahr und Spätherbst bei trockenem, sonnig warmem Klima und angenehmen Temperaturen hervorragend zu erwandern sind.

Das nördliche, grüne Tunesien wird – im Gegensatz zum sonnenverbrannten, von der Sahara geprägten Süden – von einem milden Mittelmeerklima verwöhnt, das bereits die Römer zu schätzen wussten. Hier gedeiht eine üppige Landwirtschaft mit weitläufigen Weinbergen, Getreidefeldern und Olivenhainen. Schon in der Antike galt das Land als „Kornkammer“ und als bedeutender Lieferant von Olivenöl und Wein für das Römische Reich.

Weniger bekannt, aber umso eindrucksvoller sind die Gebirgs-, Steppen- und Wüstenlandschaften des saharischen „Großen Südens“. Herbe, archaische Landschaften von überwältigender Klarheit und Schönheit prägen diese Region. Seit Jahrtausenden ist sie Heimat der Berber und Nomaden, die hier im Hinterland Tunesiens den Herausforderungen der Natur und fremden Invasoren trotzten und eine eigenständige, faszinierende Kultur entwickelten.

Auf dieser außergewöhnlichen Kultur-Wander-Reise besuchen wir römische Ruinenstädte im zentraltunesischen Steppenhochland, kleine Berberdörfer im Tafelbergland des Dahar und in den Matmata-Bergen.  Wir laufen über die Salzkruste des Chott el Djerid, den größten Salzsee Nordafrikas, sowie durch die beeindruckenden Dünenfelder des Grand Erg Oriental (es soll dort sogar WANDERdünen geben!). Wir erleben Natur und Kultur hautnah und unternehmen kleine Wanderungen auf alten Hirtenpfaden durch ursprüngliche Landschaften.

Bei den Übernachtungen legen wir Wert auf Unterkünfte mit Atmosphäre: sei es ein stilvolles 4-Sterne-Hotel mit angeschlossenem Wellnessbereich, ein familiäres Landhotel oder sogar ein traditionelles Höhlenhotel – jede Unterkunft trägt zum besonderen Charakter dieser Reise bei.

Ein besonderes Highlight ist zudem die tunesische Küche: Ob aromatischer Couscous, fangfrischer Fisch in einem einfachen Lokal oder ein mehrgängiges Menü – die Küche des Landes ist vielfältig, würzig und ausgesprochen schmackhaft. Dazu genießt man einen der in Deutschland noch wenig bekannten Rot-, Rosé- oder Weißweine Tunesiens.

Reiseinformationen

Tunesien – Kultur-Wander-Reise – Berberburgen, römische Ruinen und Wanderdünen
Tunesien
PAT-Pfalz-Aktiv-Tours
Reisetermine
23. Oktober 2026 - 01. November 2026

Preis: 2280,- EUR ab / bis Frankfurt
EZ-Zuschlag: 280,- EUR
Saisonzuschlag*:
Teilnehmer: 10 - 20 Personen

Wird die Mindestteilnehmerzahl unterschritten berechnen wir nach Rücksprache eine zusätzliche Unkostenpauschale pro Teilnehmer.

Leistungen

Linienflüge mit TUNIS AIR, Flughafen- und Sicherheitssteuern in Deutschland,
Fahrten per Bus.
Übernachtung in guten Hotels mit Atmosphäre der Kategorie 3-5*, 1x Hotel besonders landestypischen Stils (Höhlenhotel - Jugendherberg-Niveau), 1x Wüsten-Comfort-Camp.
Verpflegung (F = Frühstück / FM = Frühstück + Mittagessen / FMA = Frühstück + Mittagessen + Abendessen).
Deutschsprachige Reiseleitung.
Änderungen im Tourenverlauf vorbehalten.

Anforderungen: Gute Trittsicherheit für Besichtigungen, Spaziergänge und Wanderungen von 1,5 – 2 Stunden auf Ziegenpfaden und durch zum Teil wegloses Terrain.

Reiseverlauf

1. Tag

Flug von Frankfurt auf die Insel Djerba.

2. Tag

Wir verlassen Djerba per Fähre und fahren hinauf ins Bergland des Dahar.
Diese abgelegene, südliche Gebirgsregion war seit Jahrhunderten das Rückzugsgebiet der nordafrikanischen Urbevölkerung - der Berber.
Wehrsiedlungen wie Douiret, Chenini oder Guermessa galten jahrhundertelang als uneinnehmbare Berbersiedlungen.
Nachmittagswanderung in der Umgebung von Douiret, einem Grotten- und Höhlendorf, das einen Bergkegel und den Hang eines benachbarten Berges bänderförmig umschließt.

3. Tag

Wir verlassen die Daharberge und fahren über einsame Straße und Piste hinab zur Oase Ksar Ghilane am Rande des Dünenmeer des Grand Erg Oriental (Große Östliche Sandwüste), dem Land von Wind, Sand und Sternen.
Eine kleine grüne Insel, stets vom Sand und Wüstenwind bedroht. Dank der von der ehemaligen Kolonialmacht gebohrter Brunnen empfängt uns hier eine üppige Vegetation und ein Wald von Dattelpalmen.
Der Grand Erg Oriental ist eines der größten Sandmeere Nordafrikas, das weit nach Algerien hinüber reicht. Der Wind und der Sand, die Hitze des Tages und die Kälte der Nacht haben in Jahrtausenden diese Landschaft geformt und werden sie so schnell nicht wieder hergeben. Eine Welt, bestehend aus Sand, Stein und Einöde; und doch so schön, dass sie Allahs Garten genannt wird. Wer einmal die Wüste gesehen hat, den werden diese Eindrücke nicht mehr loslassen.

In der Oase Ksar Ghilane werden wir eine Nacht in einem komfortablen Wüstencamp (mit Wüstenkomfort) verbringen. Gelegenheit zu einer Dünenwanderung am späten Nachmittag. (F/M/A)

4. Tag

Wir verlassen die Sandwüste und fahren hinauf ins Bergland von Matmata.
Nach den kargen und bizarren Bergen des Dahar wirken die sanft gerundeten Kuppen der Matmataberge regel¬recht lieblich.
Da das bis zu 700 Meter hohe Bergland inselgleich aus dem flachen Küstenvorland herausragt, erhält es im Jahr zwischen 200 und 400 mm Niederschlag. Feuchtigkeit genug, um einer Wüsten - Steppen - Vegetation Überlebensmöglichkeiten zu bieten, die als kleine grüne Tupfer dem kargen Boden etwas frische Farben verleihen.
Zum Schutz vor der unbarmherzig herab brennenden Sonne schufen die Bewohner von Matmata und einiger Ortschaften der Umgebung schachtartig in den weichen Lößboden gegrabenen Höhlenwohnungen.
Kleine Nachmittagswanderung im Bergland von Matmata. Die von vielen Abflussgräben zerschrundete Landschaft hat ihren ganz eigenen Reiz.
Übernachtung in einem HÖHLEN-Hotel in Matmata (einfacher Standard). (F/M/A)

5. Tag

Wir fahren hinab in die Chottdepression und nähern uns einer der eigentümlichsten und faszinierendsten Landschaften der Erde, dem östlichen Ufer des riesigen Salzsee Chott el Djerid. Karl May-Fans bekannt aus dem Roman „Durch die Wüste“

„Siehst Du das Chott, Sidhi? Hast Du es schon einmal überquert? Nein – so danke Allah, denn sonst wärst Du vielleicht bereits zu Deinen Vätern versammelt.“

Das Chott el Djerid ist das größte zusammenhängende Salzseengebiet der Sahara. Mit rund 7500 Quadratkilometern nimmt der Salzsee fast die 14-fache Fläche des Bodensees ein!
Auf unserem Weg nach Tozeur werden wir das Chott - in dem in früheren Jahrhunderten oftmals ganze Karawanen spurlos verschwanden - auf einer 37 km langen Piste überqueren. Die scheinbar dicke Salzkruste trägt nicht überall. Gespenstisch ausgehöhlte Autowracks liegen halbversunken im Schlamm und mahnen eindringlich die vorgeschriebene Route nicht zu verlassen. An einer sicheren Stelle unternehmen wir (jahreszeit- und witterungs-abhängig) einen Spaziergang auf den Spuren Kara Ben Nemsis auf der unendlich erscheinenden Salzebene.
Am „anderen Ufer“ des Salzsees erreichen wir wieder das Land der Palmen – diesmal die ausgedehnten Djerid-Oase Tozeur. Hier gedeihen die „Deghlet Nour (Finger des Lichts)“, die besten Datteln der Welt.
Nach der Mittagspause besteht Gelegenheit zum Besuch des farbenfrohen Marktes von Tozeur. Hier gibt es alles, was ein Touristen- herz erfreut: Souvenirläden, Restaurants, Kaffees und einen kleinen Souk (arabischer Markt).
Das quirlige Zentrum und Teile der zum Teil gut restaurierten Altstadt laden zum Bummeln ein.
Hotel 4* (F/A)

6. Tag

Wir verlassen Tozeur und erreichen auf einer Nebenstrecke die abgelegene die Gebirgsoase Tamerza.
Der fruchtbare, schmale Grüngürtel inmitten der kargen, unwirtlichen Berglandschaft wirkt wie ein kleines Paradies. Dank besonderer geologischer Bedingungen verfügt Tamerza über mehr Wasser als es selbst benötigt. Nur so ist es möglich, dass die Oase von einem Bach durchflossen wird, der hier die passende Wassermusik in dieses Naturparadies zaubert.
Kleine Wanderung entlang des Baches und durch die Palmerie.
Fahrt durch Tunesiens Bergbaugebiet für Phosphat, das hier in riesigen Minen im Tagebau abgebaut wird.
Gegen Abend erreichen wir die Oase Gafsa, einem alten Karawanenstopp und dem Tor zur tunesischen Sahara.
Hotel 4* (F/M)

7. Tag

In Sbeitla, dem römisch-byzantinischen Sufetula, erwarten uns sehr imposante und sehenswerte Ruinen, für die wir uns nach dem Mittagessen ausgiebig Zeit zur Besichtigung nehmen.
Das gewaltige Kapitol, Reste großer Basiliken und wehrhafte Befestigungen aus byzantinischer Zeit bezeugen die damalige Bedeutung Sufetulas als christliches Zentrum und Bischofssitz sowie Regierungssitz des Exarchen, des oströmischen Statthalters für ganz Afrika.
Hotel 4* (F/M/A)

8. Tag

Gegen Mittag erreichen wir die ehrwürdige alte Pilgerstadt Kairouan.
Sieben Pilgerfahrten nach Kairouan ersetzen, wie man im Maghreb glaubt, die den Moslems empfohlene Hadjj (Wallfahrt) nach Mekka.

Kairouan beherbergt innerhalb seiner mit 20 Türmen bewährten 3,5 km langen Stadtmauer viele Sehenswürdigkeiten. Ihren Rang als islamisches Zentrum beweisen die über 60 Moscheen, Marabuts (Heiligengräber) und ca. 100 Zaouias (Koranschulen) der Stadt.
Auf unserem Rundgang durch die Stadt erleben wir neben den religiösen Elementen das bunte Treiben in der quirligen Medina (Altstadt), deren Souks (Marktstraßen) noch viel von dem Leben vergangener Epochen erahnen lassen. In den Gassen locken die weltlichen Schätze. Wir schnuppern uns durch Berge von Zimt, Kreuzkümmel und Kurkuma und probieren Makroudh – Kairouans honigsüße Sünde aus Feigen- und Dattelpaste.
Hotel 5* (F/M)

9. Tag

Fahrt auf einer Nebenstrecke durch sehr ländliches, von Olivenbäumen und Ackerbau geprägtes Hügelland ins Bergland der Dorsale.
Überraschend stehen wir vor Ksar Lemsa, einem byzantinischen Kastell aus dem 6. Jahrhundert. Einige Kilometer weiter überraschen uns bei Oum El Bab (arab. Mutter der Tore) zwei gut erhaltene Stadttore des römischen Senista, die einsam und von der Welt vergessen in den Äckern stehen.
Gegen Mittag wird El Fahs erreicht. Besichtigung der sehenswerten Ruinen von Thuburbo Majus. Inmitten der Felder ragen auch hier die Säulen des Kapitols der alten Römerstadt in den Himmel. Besonders eindrucksvoll das Forum mit Kapitolstempel sowie die Reste der Winterthermen

Am späten Nachmittag erreichen wir Tunis. Wir nutzen die verbleibenden Abendstunden und bummeln durch den auf einem Hügel über dem Meer gelegenen Vorort Sidi Bou Said mit seiner denkmal- geschützten Architektur. Das Künstlerdorf ist bekannt für sein hübsches Ortsbild, das von weiß gekalkten Häusern mit schmiedeeisernen, himmelblau angestrichenen Tür- und Fensterläden bestimmt wird.

Schon die Maler August Macke und Paul Klee wurde von dem Flaire des Ortes begeistert, als sie vor knapp 100 Jahren nach Tunesien reisten.
Machen wir es uns auf dem Sitzkissen im Café des Nattes bequem, trinken einen Pfefferminztee mit Pinienkernen und genießen die Atmosphäre. Schon die Künstler August Macke und Paul Klee ließen sich hier inspirieren.
Hotel 4* (F/A)

10. Tag

Rückflug nach Frankfurt und Ankunft gegen ca. 12 Uhr.

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